Fernando X. González

Inventions du souvenir – Schöpfungen der Erinnerung

Malerei

Vernissage der Ausstellung
am Sonntag, 20.9.2026, 12-18 Uhr

Seit Jahren entwickelt Fernando X. González seine eindringliche Bildsprache, die sich durch hohe Sensibilität, ein zumeist gedämpftes Licht und einen besonders zarten, lasierenden Farbauftrag auszeichnet. Das diffuse, der Wirklichkeit entrückte Licht, in das Figuren, Landschaften und Gegenstände getaucht sind, lässt eine ganz eigene, zwischen schemenhaften und definierten Motiven changierende Stimmung entstehen.

Ausstellungsdauer: 20.09 - 22.11.2026

Seine Sujets, die der Maler aus persönlichen Erinnerungen destilliert und mit weich konturierten Ölfarben, Pastellkreiden sowie Kohlezeichnungen formuliert, besitzen eine starke Ausdruckskraft. Vor allem in einfühlsamen Bildnissen erreicht er Werke von hoher Emotionalität. Darin begegnen die aus jeglichem genrehaften Kontext extrahierten Figuren dem Betrachter mit ruhigem Blick oder kontemplativ geschlossenen Augen, wobei sie eine leise, nachhaltige Verinnerlichung ausstrahlen. Der Künstler malt sie in warmen Tönen auf Holzgrund mit suggestiven Schatten und Lichtakzenten, die Augen, Stirn oder Lippen betonen – zugleich erscheinen die umgebenden Konturen in Auflösung begriffen.

Fernando X. González' Landschaften thematisieren eine ähnliche Ambivalenz von Ort und Zeit. Situiert im Grenzbereich zwischen Tag und Nacht werden sie häufig auf dunkel grundierter Leinwand ausgeführt, die intensive Farben förmlich absorbiert. Das sanfte, verhaltene Licht wandert über Wiesen, Baumstämme und Wasseroberflächen, bis sich aus den tiefen Farbtönen der Komposition die Konturen von Pflanzen, Flüssen und Seen langsam herausbilden. Diese Atmosphäre der Stille charakterisiert auch Fernando X. González' Architekturdarstellungen. Sie sind ebenfalls in einer reduzierten Farbskala geschaffen und lassen an Stilleben denken. Während die nächtlichen Motive und Dämmerungslandschaften an französische Parks oder Waldgebiete im Zwielicht erinnern, führen seine kubischen Architekturen mit stärkeren Lichtkontrasten an südamerikanische Schauplätze. Der in Paris lebende Maler wurde in Buenos Aires geboren, wo seine künstlerische Tätigkeit begann. Aus beiden Ländern schöpft er Inspiration und „Souvenirs“ seiner Bilder.

Veranstaltungshinweise
Sonntag, 11.10.2026, 15 Uhr Erinnerungsstücke – Bildbetrachtung und Lesung
Donnerstag, 29.10.2026, 18 – 22 Uhr Apéro/l’Art – Kurzführung und Aperitif
Sonntag, 22.11.2026, 15 Uhr Rundgang, Sekt und Süßigkeiten zur Finissage der Ausstellung