Farbenprächtig – Winterreigen zum Jahreswechsel
Malerei, Skulpturen, Objekte
Ausstellungsdauer: 13.12 - 14.02.2027
Annelies Štrba ist eine international bekannte Schweizer Künstlerin. Ihre Bilder zeigen zumeist weibliche Motive – liegende Frauen oder Mädchen – schlafend, weltentrückt zwischen Traum und Wirklichkeit, an geheimnisvollen märchenhaften Orten, eingewoben von farbintensiven Strukturen der umgebenden Natur. Ihre sanfte, verklärte Schönheit erinnert an die Gemälde der Präraffaeliten. Sie besitzen einen besonderen Zauber. Meist verwendet die Künstlerin eine Digitalkamera, um die Figuren in situ festzuhalten. Durch spätere Bearbeitungen, sowohl mit technischer Verfremdung als auch malerischen Mitteln, entstehen ihre symbolisch aufgeladenen Werke, die wie flüchtige Erinnerungen wirken und zugleich in eine rätselhafte, betörende Welt führen. Die Künstlerin taucht die Schauplätze in ein intensives Farbenmeer, überzeichnet Kontraste, löst Körper und Konturen in unscharfe Halbabstraktion auf – und dennoch bewahren die Bilder etwas sehr Persönliches. Diese auratische Unmittelbarkeit charakterisiert Annelies Štrbas Schaffen.
In seinem Schaffen erforscht der koreanische Maler Moon-Pil Shim die Beziehungen von Farbe, Fläche, Licht und Raum. Moon-Pil Shim nutzt Acrylglas als bevorzugtes Material, das er durch hintereinander angeordnete bemalte Ebenen zu einem tiefenwirksamen Bildraum multipliziert. In diese Kompositionen integriert er sowohl transparente als auch mattierte Acrylglasplatten, um die Streuung des Lichts zu variieren. Mit manchen Gläsern filtert der Künstler die Intensität der Farbtöne, andere, auf das klare, durchscheinende Glas gemalte Farbflächen entfalten eine expressive Leuchtkraft und unterstreichen anhand der deutlich gesetzten Pinselspuren den malerischen Duktus. Auf diese Weise wirken in Moon-Pil Shims Werken akzentuiert leuchtende und sanfte, diffus erscheinende Farbklänge miteinander. Seine Formensprache vereint geometrisches Vokabular, grafische lineare Komponenten und farbige Reflexionen. Ihre wechselseitigen facettenreichen Überlagerungen verstärken die räumliche Wirkung der Bildobjekte.
Claudia Landwehr beschäftigt sich ebenfalls mit farbigen Interaktionen. Im Mittelpunkt ihrer Malerei stehen Ausdruckskraft und lyrische Stofflichkeit der Farben. Die Künstlerin arbeitet mit zarten Lasuren sowie hoher Sensibilität für feine, lichte Nuancen. In den viellagig aufgebauten Gemälden bilden neben- und übereinander gesetzte, weich fließende Farbflächen eine behutsam rhythmisierte Struktur. Ihnen ist eine wohlüberlegte Balance von Ruhe und Dynamik eigen, wobei der Betrachter die stille meditative Kraft einzelner Farbtöne erfährt und gleichzeitig durch ihre transluzide Textur Momente von Bewegung und Durchdringung entdeckt, da die sanften ebenso wie die akzentuiert leuchtenden Bildelemente visuell hervor- oder zurückzutreten scheinen. Auf diese Weise laden Claudia Landwehrs Kompositionen das Auge ein, den mannigfaltigen sinnlichen Symbiosen der Farben und ihrer pulsierenden Strahlkraft nachzuspüren.
Veranstaltungshinweise
Donnerstag, 17.12.2026, 18 – 22 Uhr Apéro/l’Art – Kurzführung und Aperitif zum Jahresausklang
Galerieferien vom 23.12.2026 bis 09.01.2027
Donnerstag, 14.01.2027, 18 – 22 Uhr Apéro/l’Art – Kurzführung und Aperitif zum Jahresauftakt
Sonntag, 31.01.2027, 15 Uhr Sektempfang zum 15. Galeriejubiläum
Sonntag, 14.02.2027, 15 Uhr Rundgang, Sekt und Süßigkeiten zur Finissage der Ausstellung